Im folgenden finden Sie einen Überblick der Geschichte der Kirchgemeinde Großolbersdorf. Für die vertiefende Lektüre sei an dieser Stelle die "Neue Sächsische Kirchengalerie" erwähnt, die jedoch aufgrund Ihres Veröffentlichungsdatums nur die Zeit bis Ende des 19. Jahrhunderts umfaßt.
Der Ort Großolbersdorf entstand in der Blütezeit des Bergbaus im Erzgebirge. Und so lange Zeit zurück ist auch bekannt, dass die Gottesdienste in Wolkenstein besucht wurden. Oder der Wolkensteiner Diakon kam nach Scharfenstein geritten, um in der dortigen Burgkapelle Gottesdienst zu halten. Die weiten Wege waren besonders im Winter mit vielen Strapazen verbunden. So kam es leider, dass die Gottesdienste oft ausfielen und Seelsorge, Verkündigung des Evangeliums und das Gemeindeleben viel zu kurz kamen.
Deshalb wurde 1575 das Filialverhältnis aufgehoben und Haubold von Einsiedel, dessen Familie Ende des
15. Jahrhunderts mit Scharfenstein und seinen damals zugehörigen Orten belehnt worden war, gründete in
Großolbersdorf ein eigenes Pfarramt. Bereits seit Beginn des 15. Jahrhunderts existierte in Großolbersdorf
eine kleine Kapelle. Von dieser ist heute noch der Altarraum erhalten.
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(Außen- und Innenansicht des Altarraumes)
Der Rest des Gebäudes samt Altar, Taufstein, 3 Glocken und Denkmälern wurde im dreißgjährigen
Krieg, am 3. Januar 1643, durch Feuer verwüstet, das die Truppen des General Königsmark gelegt hatten.
Danach wurde das Kirchengebäude weitestgehend schmucklos erneuert und umfasste etwa die Hälfte der heutigen
Länge. Auf die heutige Länge wurde das Kirchenschiff 1707 vergrößert. Der Turm wurde 1834 neu
errichtet.
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Im Jahre 1871 erfolgte eine Renovierung, bei der eine Rohrdecke eingezogen und alles, sogar der Altar, mit Kalkfarbe
überstrichen wurde. Dabei verschwanden auch die mit Engelköpfen und Wolken bemalten Teile der Decke vor dem
Betrachter. Herausgerissen und durch sehr nüchtern gestaltete Stücke ersetzt wurden im Rahmen dieser
Renovierung auch die holzgeschnitzte Kanzel, die mit biblischen Motiven bemalte Emporenbrüstung und die
Patronatsloge.
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(Altar und noch verbliebene Teile der Patronatsloge)
Die alte Kanzel von 1647 wurde 1902 erneuert und wieder aufgestellt. 1904 bekam die Kirche einen neuen Taufstein.
1947 wurden zwei neue Buntfenster im Altarraum eingesetzt, nachdem die alten bei dem Bombenangriff auf
Großolbersdorf zerstört wurden.
Und schließlich wurde am 27. Mai 2001 die neue Orgel
feierlich eingeweiht. Dieses Ereignis wird sicherlich noch bei vielen in lebendig in
Erinnerung sein und läßt uns
zuversichtlich und
gespannt erwarten, welche Wege Gott mit unserer Gemeinde für die Zukunft plant.
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